Foto: Silvan Wydler

Biotope von nationaler Bedeutung

Das mittelländische Reusstal zeichnet sich durch eine hohe Dichte von Biotopen mit nationaler Bedeutung aus:

8 Auen, 26 Flachmoore, 3 Hochmoore, 73 Amphibien-Laichgebiete und 1 Wasser- und Zugvogelreservat (1-5). Die Biotope konzentrieren sich im luzernischen Talabschnitte bei Inwil-Root (1), im zugerisch-zürcherisch-aargauischen Talabschnitt von Maschwanden/Mühlau bis Hermetschwil/Unterlunkhofen (2, 3, 4, 8) und im aargauischen Abschnitt von Bremgarten bis Mellingen (5).

Es gilt zu beachten, dass sich die Biotop-Objekte in der Festsetzung des Bundes teilweise überlagern. So sind in einigen Auen auch Flachmoore, die meisten Flachmoore auch Bestandteil von Amphibienlaichgebieten. Das Reusstal ist also eine schweizerische Schwerpunktslandschaft für Feuchtbiotope.

Die Schweiz hat sich als Vertragsstaat der Berner Konvention verpflichtet, die europäisch besonders wertvollen Lebensräume zu schützen. Europaweit werden diese Gebiete im Smaragd-Netzwerk zusammengefasst. Das Reusstal ist seit 2009 vom Bund als Smaragd-Objekt Nr. 30 angemeldet (6). Der Abgrenzungsperimeter wird von Umweltverbänden grösser gesehen. Das Smaragdgebiet Reuss im Beschrieb von 2006 des WWF-Schweiz (7).